So war es wirklich…

Mutti & Vati (Cindarella & Albert KORNFELD) lernten sich 1965 beim Festival “Zurück zur Natur” kennen und lieben. Als Kinder der “Flower-Power”-Bewegung lebten auch sie unter dem Motto LOVE & PEACE und so stellte sich auch der Kindersegen bald ein. 1970 bzw. 1971 erblickten wir, Ali und Reini das Licht der Welt.

Als wir 3 bzw. 2 Jahre alt waren gingen Mutti & Vati wieder auf Tournee. 1973 feierten sie mit “Immer wieder Sonntags” ihren großen Erfolg und gehörten ein Jahrzehnt lang zu den beliebtesten und gefragtesten Schlagerstars Deutschlands. Unvergessen bleiben ihre Lieder “Spaniens Gitarren”, “Aber am Abend, da spielt der Zigeuner”, “Wenn die Rosen erblühen in Malaga” u.v.m.

So wuchsen wir bei Omi in unserem kleinen Dorf – Bad Honnef auf, die mit strenger aber gerechter Hand uns den Sinn und die Schönheiten des Lebens lehrte. Sie gab uns ihre Weisheiten von Anfang an auf unseren Lebensweg mit. Wir befolgen sie bis zum heutigen Tag und sie werden uns nie aus dem Sinn gehen: z.B. „Abendstunde hat Gold im Munde“, „Reden ist Silber-Küssen ist Gold“, „Beiss nicht gleich in jeden Apfel“……

Wir liebten das einfache Leben, die Natur, die Blumen und die Tiere und ganz besonders unser Pferd Bobo (siehe Bild). Bobo war für uns einfach alles. Als Fohlen, im zarten Alter von 10 Monaten brachte Omi Bobo zu uns. Sie übertrug uns die Verantwortung auf Bobo zu achten. Er wurde „Das beste Pferd im Stall“

Doch eines war uns schon bald klar: Wir wollten eines Tages, wie unsere Eltern, große Stars werden. Und außerdem waren wir ja erblich auch noch ziemlich vorbelastet:

Onkel Karel (mütterlicherseits) verzauberte uns jeden Dienstag ab 16 Uhr im Fernsehen mit seiner “göttlichen” Stimme. Für uns wurde “Die Biene Maja” zur Hymne. Unvergessen seine größten Hits wie: „Babicka“, „Einmal um die ganze Welt“,…. Warum sein Hit „Fang das Licht“ sein wirklich letzter Erfolg war, ist klar. Seine Fans laufen noch heute dem „Licht“ nach und haben daher keine Zeit sich weitere Schallplatten (oder CD´s) zu kaufen.

Dann gab es da noch Onkel Bata, wie er genau zur Familie gehörte ist uns bis zum heutigen Tag nicht klar, er wohnte jedoch seit wir uns erinnern können bei Onkel Karel und war ebenfalls Künstler (er trug immer so schöne bunte Tücher und trank für sein Leben gerne Frizzante). Warum er zu Onkel Karel immer “Michaela” sagte wollte uns Mama nie sagen. 

Cousin “Sexy-Rexy” war da ganz aus anderem Holz geschnitzt. Als “richtiger Mann” überzeugte er in unzähligen Fernsehfilmen die weiblichen Zuseherinnen von seiner Männlichkeit. Natürlich traten einige Musikproduzenten an ihn heran und so kam auch er zum Singen. Es folgten einige Niederlagen, bis er eines Tages die Nummer seines Lebens sang, die ihn bis zu seinem Tode begleitete und noch an seinem Grab gesungen wurde: “FIESTA MEXIKANA” mit der bezeichnenden Textzeile: “….heut´ geb´ ich zum Abschied für alle ein Fest!” Wir werden immer an Dich denken.

Onkel Reinhard  lebte etwas „alternativ“ in einem alten Bauernhaus und holte Wasser mit einem löchrigen Eimer vom Brunnen im Hof. Trotzdem blieben für uns die Abende am Lagerfeuer unvergesslich. Wenn er mit der Gitarre seine Lieder spielte, fühlten wir uns wie „Über denWolken“.

So kam es, dass uns eines Tages während einer Frühstückspause in unserem Lieblingslokal, eine Melodie und ein Text für ein Lied nicht mehr aus dem Kopf ging. „Die kleine Kneipe“ inspirierte uns zu unserem ersten eigenen Song, der jedoch vom “Schwarzen Schaf” der Familie, Onkel Jürgen entwendet wurde. “Ein Bett im Kornfeld” verhalf ihm zu Ruhm und Geld und uns zu der Erkenntnis, dass das Musikgeschäft „noch“ eine Nummer zu groß für uns war. 

(Aus verständlichen Gründen nehmen wir von einer visuellen Vorstellung von Onkel Jürgen Abstand!!!)

Wir legten einige Jahre unser künstlerisches Schaffens auf die Seite und erkannten, dass es noch etwas anderes als Musik, Gesang und Natur gab. Nämlich Frauen!!!

„Anita“ lernten wir in „Mendocino“ kennen und obwohl es nur bei einem „Himbeereis zum Frühstück“ blieb, erkannten wir: „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben!“.

„Alice“, mit ihr lebten wir lange Zeit Tür an Tür, bis sie eines Tages nach etwa „7 FässerWein“ zu uns sagte: „Ich war noch niemals in New York“! Am nächsten Tag stand der Möbelwagen vor unserem Haus. Wir wussten sofort, auch mit ihr war es nur „Liebe auf Zeit“.

Katja, das rothaarige, sommersprossige, süße kleine Mädchen konnte sich für keinen von uns entscheiden. Eines Tages stand sie mit ihrem Lederkoffer vor uns, ihre Abschiedsworte waren: “WUNDER GIBT ES IMMER WIEDER!” Wir haben sie nie wieder gesehen.

Genau diese waren maßgeblich an der Wiederaufnahme unseres künstlerischen Schaffens beteiligt. Wir verarbeiteten unsere ersten Erfahrungen in den Texten unserer Lieder, wie z.B. “ich war sechzehn und sie einunddreißig….”, oder “als ein Mann sah ich die Sonne aufgeh´n“, „Siebzehn Jahr´ blondes Haar“, usw.

Wir waren nun für das Musikgeschäft bereit und wussten, „Jede Farbe ist schön“. „Fremde oder Freunde“ lernten wir zu unterscheiden und wir lebten unser Motto „Schön ist es auf der Welt zu sein!“

Ein langjähriger Freund und Filmpartner von Cousin „Sexy-Rexy“, Onkel „Howi“ (wir dürfen ihn so nennen!) wurde auch uns zu einem wahren Freund. Er komponierte und textete Lieder, die uns aus der Seele sprachen. Lieder, wie “TI AMO” oder “DAS SCHÖNE MÄDCHEN”, waren der letzte Anstoß für uns eine Band zu gründen, 
(Wie hätten wir sonst unseren Alex für unsere Mission gewinnen können!?!)

Eines war uns aber schon bei der Entstehung klar:

Wir wollten nicht mehr „Heute so, morgen so“ leben und uns nicht mehr fragen: „Wann wird´s mal wieder richtig Sommer?“. Wir steckten uns als Ziel, dass wir „Mit 66 Jahren” “Griechischen Wein”  in einem “Ehrenwerten Haus” trinken werden, so wie es unser damaliger Nachbar Hr. Udo J. tagein, tagaus praktiziert. (Das Bild rechts entstand beim Grillabend anlässlich des 25-jährigen Hochzeitstages unserer Eltern.)

Immer wieder hatten wir unsere Erlebnisse, Erfahrungen und Schicksale, die uns auf unserem Weg begegneten, in unseren Songs verarbeitet. Genau das macht unsere Lieder so ehrlich und unverstellt und unser Publikum spürt, dass wir Ihnen ungekünstelt gegenübertreten. Wir sind und wollen auch zukünftig Mensch bleiben und werden hoffentlich noch viele Stunden unsere Lieder für Euch spielen dürfen!